Photovoltaik im Kontext der erneuerbaren Energien
Unter den regenerativen Energien war die Wasserkraft bis Anfang der 90er Jahre der wichtigste Energielieferant. Seit Mitte der 90er Jahre hat die Windkraft immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Photovoltaik-Technik deckt noch einen geringen Teil des Marktes ab. Sie weist jedoch sehr hohe Wachstumsraten auf und ist die Wunschenergie von mehr als 90% der deutschen Bevölkerung. Zusätzlichen Auftrieb erhält die Photovoltaik durch staatliche Begünstigungen wie das 100.000-Dächer-Solarstromprogramm.
Während durch Wasserkraft in dem Jahr 1990 rund 98% der regenerativen Stromerzeugung dargestellt werden konnte, waren es 11 Jahre später nur noch rund 60%. Am stärksten ist das Segment der Windenergie gewachsen: mit einem Anteil von 0,27% 1990 auf 35% 2001.

Im Vergleich dazu nehmen die Photovoltaik-Anlagen einen verschwindend geringen Stellenwert ein: 1990 waren es noch nicht einmal 0,004%. Bis zum Jahr 2001 hat sich der Photovoltaik-Markt allerdings um mehr als das 80-fache vergrößert - auf 0,15%. Im Jahr 2001 ist der Photovoltaikmarkt weltweit um fast 38% gegenüber dem Vorjahr gewachsen und hat ein Volumen von knapp 400 MW erreicht. Die Sarasin Studie „PV 2002“ rechnet mit einem weiteren jährlichen Wachstum von bis zu 25% in diesem Jahrzehnt. Auch der weltweite Umsatz soll bis 2010 von derzeit 2 Mrd. € auf ca. 17,5 Mrd. € ansteigen. Innerhalb des Photovoltaik-Marktes wird insbesondere für die Segmente „netzgebundene dezentrale Anlagen“ und „Solarkraftwerke >100 kW“ ein sehr hohes Wachstum prognostiziert.
Obwohl die Windenergie sich von 1990 bis 2001 um das 266-fache vervielfältigt hat, verfügt die Photovoltaik über das größte Stromerzeugungspotential. (Quasching/Hanitsch)
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